Selbstzahlerleistung als Wachstumsmotor im neuen Tarif

Seit 2026 rechnet die Schweiz nach TARDOC ab, 2028 folgt EFAS. Beide deckeln den Umsatz, und ab 2027 tritt eine zweite, härtere Grenze hinzu: eine tägliche Obergrenze für abrechenbare Taxpunkte. Miete, Personal und Kredite steigen unterdessen weiter – innerhalb des Tarifs lässt sich daran wenig ändern. Jenseits dieser Grenze aber liegt eine Chance, die Praxen aller Fachrichtungen offensteht, von der Hausarzt- über die Dermatologie- bis zur Gynäkologiepraxis: ein breites Spektrum an Selbstzahlerleistungen, evidenzbasiert und seriös aufgebaut, von Patientinnen und Patienten längst nachgefragt. Diesen Weg ebnet Daniela Wiessner seit über zwanzig Jahren als Beraterin für Health Business Performance – in Deutschland wie in der Schweiz.

TARDOC löst TARMED ab

2028 verankert EFAS die Logik dauerhaft. Beide honorieren ärztliche Arbeit fairer – und halten den Umsatz zugleich in engen Grenzen. Kostenneutralität, so lautet die Maxime: Korridor +1,5 bis –1 Prozent – das ist der ganze Spielraum. Für viele Praxen kommt diese Bremse zur Unzeit. Neu gegründet oder frisch übernommen, finanziert über Kredite, kalkuliert auf Wachstum – der Businessplan rechnete mit steigendem Umsatz, so, wie ihn jede Bank oder jeder Investor sehen will. Und dann zieht das System die Wachstumsbremse an.

Was tun?

Für etablierte Praxen ist das neue Tarifsystem ein Gegenwind. Für finanzierte Praxen stellt es die Existenzfrage. Und genau deshalb sollten Sie jetzt handeln, solange sich Strategie, Struktur und Kommunikation noch gestalten lassen – und nicht TARDOC über Ihre Zukunft entscheidet.

«Der Tarif bestimmt, welche Kosten gedeckt sind. Sie entscheiden, wie viel Ihre Praxis erwirtschaftet – und wer sie in die Zukunft führt: das System oder Sie.»

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TARDOC – die Kostenneutralität ist längst nicht alles

Und es bleibt nicht bei der Kostenneutralität. Ab 2027 soll zusätzlich eine tägliche Obergrenze für abrechenbare Taxpunkte gelten: maximal 1577 Taxpunkte des ärztlichen Teils pro Tag, im Monatsschnitt und pro Arzt. Die Botschaft dahinter ist eindeutig – wer schneller und erfahrener arbeitet, stösst früher an die Grenze. Effizienz zahlt sich dann kaum noch aus.

Weil ärztliche und technische Leistungen oft zusammenhängen, wirkt das Konstrukt wie ein Einnahmengrenze für die ganze Praxis. Miete, Personal, Informatik, Versicherungen – all das läuft weiter, unabhängig vom Taxpunkte-Deckel. Hausarzt-, Dermatologie-, Gynäkologie- und Psychiatriepraxen trifft die Grenze früher als geräteintensive Fachrichtungen wie Radiologie oder Kardiologie. Betroffen ist damit ein breites Spektrum niedergelassener Fachärztinnen und Fachärzte – nicht nur die Grundversorgung. Verbände warnen bereits vor Personalabbau, Investitionsstopps und Praxisschliessungen.

Zwei Systeme, eine Botschaft:

Der tariflich gedeckte Umsatz einer Praxis ist nicht nur weich, sondern zunehmend hart begrenzt. Ein zweites, tariffreies Standbein wird damit vom Vorteil zur Notwendigkeit.

Selbstzahlerleistungen

Individualmedizin sichert zukünftiges Wachstum

Drei Schichten tragen das Schweizer System: die OKP für die Grundversorgung, die Zusatzversicherung darüber, ganz oben die reine Selbstzahlung. Nur diese dritte Schicht bleibt von der Tarifdeckelung unberührt. Genau dort liegt der Spielraum, den TARDOC und die neue Obergrenze nicht antasten können.

Selbstzahlerleistungen bespielen ein medizinisches Spektrum, das Patientinnen und Patienten zunehmend selbst nachfragen: kurative, rehabilitative und präventive Angebote gleichermassen. Einen wichtigen Platz darin nimmt die funktionelle 4P-Medizin oder gar Longevity-Medizin ein – personalisiert, präventiv, präzise, partizipativ, auf Evidenz basierend und in Zahlen messbar. Sie geht den Ursachen von Erkrankungen auf den Grund und erkennt Risiken, bevor sie zum gesundheitlichen Problem werden.

Ob metabolische Gesundheit, kardiovaskuläres Risiko oder Hormon- und Mikronährstoffstatus, ob ästhetisch-medizinische und dermatologische Zusatzleistungen oder gynäkologische Prävention, ob strukturierte Rehabilitation oder kurative Zusatzangebote: In all diesen Feldern ist die Datenlage stark und die Wirkung sichtbar. Es geht darum, Ursachen zu verstehen, der Krankheit zuvorzukommen, sie individuell und integrativ zu behandeln oder ihre Folgen zu lindern.

Die Königsdisziplin

Hier fallen drei Aspekte zusammen, die sonst selten zusammenfinden: Der Patient wird ausgezeichnet versorgt. Das System gewinnt auf Dauer Entlastung. Die Praxis steigert ihren Umsatz – in einem kostenneutralen System. Individualmedizin, die sich rechnet. Das ist die Königsdisziplin.

Allein Selbstzahlerleistungen ermöglichen noch echtes Wachstum – als eigenständiges, transparentes Leistungsportfolio, medizinisch begründet und mit Begeisterung gelebt.

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Genau hier setzt Daniela Wiessner an. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie an der Schnittstelle von Medizin, Psychologie und Unternehmertum – als Heilpraktikerin, Wirtschaftspsychologin, BWL-erin und Dozentin für Longevity. Diese Kombination ist selten: Sie versteht die medizinische Perspektive, rechnet wie eine Unternehmerin und begeistert, bindet und führt Patienten und das Team wie eine Psychologin.

Zahlreiche Praxen in Deutschland und der Schweiz hat sie im Selbstzahlermarkt positioniert. Ihre Erfahrung zeigt: Über den Erfolg entscheidet die Strategie hinter der Medizin.

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