Geht´s noch sinnloser – warum arbeiten wir eigentlich? Empfehlung

 

Unsere Unternehmen, unsere Arbeit, unser Leben versinken in SINNlosigkeit. Wenn wir nur noch für Geld arbeiten, raubt uns das die Kraft und die Chance, wirklich Großes zu bewegen. Unternehmen, die keine Lust auf Mittelmäßigkeit und tote Mitte haben, sollten dringend an ihrem SinnWert arbeiten. 

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Die Sinnlosigkeit der Work-Life-Balance

Wir leben in einer Welt, die nicht mehr nach dem Sinn fragt. Unser Leben ist bestimmt vom scheinbar ewigen Kreislauf aus Arbeit, Freizeit und wieder Arbeit. Work-Life-Balance nennen wir das. Stets darum bemüht, dass die Balance auch strikt eingehalten wird. Dem Montag stöhnen wir entgegen und freuen uns bereits ab Donnerstag aufs baldige Wochenende: „Hoch die Hände.“ Dazwischen erledigen wir alles, was erledigt werden muss. Und selten fragt einer nach dem Warum. Der Grund liegt schließlich auf der Hand: das Geld. Es will verdient und ausgegeben werden. 

Das Hamsterrad als Antrieb unserer Wirtschaft
Der Takt ist vielfach so hoch, dass einfach keine Zeit mehr bleibt, tiefsinnig darüber nachzudenken, was sinnhaft ist und was nicht. Es ist das sprichwörtliche Hamsterrad, das uns am Laufen hält. Auf diese Weise sind wir der verlässliche Motor für eine wachstumsorientierte Wirtschaft. Wir bedienen geduldig geplante Obsoleszenz, kaufen, wozu uns die Werbung mehr oder weniger subtil rät, gleich ob wir es brauchen oder nicht. Wir gönnen uns die Insignien eines guten Lebens, sorgen alle Jahre wieder für festliche Umsätze im Weihnachtsgeschäft – und bezahlen dafür. Nicht nur mit Geld, sondern mit unserem Leben. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Nicht umsonst hat die Weltgesundheitsorganisation 2016 Stress als größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts bezeichnet, und 2019 Burnout als offizielle Krankheit und Folge von Dauerstress am Arbeitsplatz anerkannt. Dass Stress durchaus mal guttun kann und dem Leben Würze gibt, ist bekannt. Doch zu viel ist höchst schädlich und auf gar keinen Fall sinnvoll. 

Der Sinn macht den Unterschied. Er gibt Orientierung, verleiht Autonomie und Freiheit.
Und da ist er nun, der Sinn. Und mit ihm die Frage, ob es nicht doch sehr vernünftig und wohltuend wäre, öfter mal über ihn nachzudenken. Denn er fehlt an allen Ecken und Enden in unserem Lande: den Menschen wie den Unternehmen. Sein Wert ist beachtlich, auch monetär. Der erste Schritt in Richtung Sinn: Sie brauchen eine Vision. Eine echte. Keine Plattitüden, die sich gut auf der Webseite und im Brandbook machen. Die aber niemanden wirklich erinnert – weder Beschäftigte noch Kunden. Was Sie vielmehr erarbeiten sollten, ist eine Vision dessen, was Sie  aufrichtig wollen. Der Grund, warum ein Unternehmen existiert. Das Vermächtnis, das Sie der Welt hinterlassen wollen. Etwas, wofür sich der Einsatz Ihrer Mitarbeitenden wirklich lohnt. Etwas, was die Welt zu einem besseren Ort macht, oder zumindest einige Probleme zu lösen vermag. Gründer kennen den. CEOs in der 4. Generation meist nicht mehr. Da geht es nur noch um Zahlen und Finanzen. Die sind auch wichtig. Selbstverständlich, denn Geld macht beweglich. Der Profit, den ein Unternehmen erwirtschaftet, ist somit wie Benzin, das ein Auto antreibt (noch). Es ist aber nicht der Grund, warum wir uns das Auto angeschafft haben. 

Hören Sie auf Steine zu klopfen. Bauen Sie lieber eine Kathedrale!
Starke Visionen schaffen es, Menschen zu bewegen. Oder wie kann es sonst sein, dass eine 16-jährige autistische Schülerin mit Zöpfen Millionen von Menschen für ihre "Fridays for Future" auf die Straße bringt. Greta Thunberg hatte nichts weiter als ein Schild aus Pappe und eine Vision. Und nun hört ihr die Welt zu. Man muss ihre Botschaft nicht mögen, aber Sie verstehen sicher das Prinzip dahinter. Es lohnt sich, über den Sinn und das Warum der eigenen Handlungen nachzudenken. Vor allem, wenn man keine Lust auf Mittelmäßigkeit und tote Mitte hat. Wer sich "from good to great" transformieren und unglaublich erfolgreich sein will, der muss mehr anbieten als nur Produkte und Dienstleistungen. Das gilt für das Indivividuum genauso wie für Unternehmen oder Arztpraxen, mit denen ich mich viel beschäftige.

Selbst im Gesundheitswesen fehlt vielen der Sinn
Wer denkt, im Gesundheitswesen wäre doch der Sinn vorprogrammiert, der irrt. Patientenverwaltung á la "Frau Müller bitte in die 3" ist nicht SINN-inspiriert – weder für die MFAs noch für die Patienten. Eine Umfrage von YouGov im Auftrag der HDI-Versicherungen ergab, dass bei Berufstätigen in medizinischen Gesundheitsberufen – also Pfleger, Krankenschwestern, Ärzte – nur jeder Zweite seinen Job einem jungen Menschen heute noch empfehlen würde. Klingt das nach gelebter und empfundener Sinnhaftigkeit in medizinischen Berufen? Wie krank muss ein System sein, wenn selbst Heilen und Menschen helfen seinen Sinn im Alltag verliert. Was dies obendrein für unsere alternde und von Zivilisationskrankheiten geschüttelte Gesellschaft bedeutet, kann sich jeder selbst vorstellen. 

Kunden zu Fans machen
In den späten 90ern und 2000ern machte man deshalb gern Kunden zu Fans. Das war das Stichwort schlechthin im Marketing, leider nicht in HR. Denn man vergaß, wie begeistert ein Mitarbeiter selbst sein muss, um seine Kunden derart zu begeistern – oder gar zu Fans zu machen. Man blickte einfach auf das glorreiche Beispiel von Apple – und versuchte zu kopieren. Schließlich glichen Apple-Kunden ja fast den Anhängern einer Religion, wovon lange Schlangen und Übernachtende vor den Apple-Stores bei Produkt-Launches berichteten. Die Zeiten sind bei Apple auch vorbei. Denn mit Steve Jobs hat das Unternehmen nicht nur seinen Gründer und CEO, sondern einen echten Weltverbesserer verloren. Einen SINNgetriebenen. THINK DIFFERENT – so lautete seine Devise, mit der er Apple zur Religion machte. Heute versucht Apple, wie alle anderen, nur noch Produkte zu optimieren. Wobei man schon sehr genau hinsehen muss, um den Unterschied wahrnehmen zu können. Noch bessere Kamera, noch längere Akulaufzeit, noch größeres Display, bei der Konkurrenz mitterweile faltbar. Who cares? Wenden wir uns lieber Unternehmen wie Tesla oder der kleinen Greta zu. Die wollen wenigstens die Welt retten. Wenn das mal keine Vision ist, der man sich anschließen kann. Herausforderungen hätten wir ja genug in Deutschland und der Welt.

 

WERDEN SIE INSPIRIEREND: LET´S THINK DIFFERENT!

Stellen Sie sich mal vor, was Sie bewegen könnten, mit einer großen Vision und gelebten Werten in Ihrem Unternehmen. Einem echten LEITBILD, dass sie so attraktiv macht, dass Menschen wahren SINN darin entdecken, darüber reden – und ein Teil davon sein wollen. Was andere in unserer sinnentleerten Gesellschaft nicht mehr schaffen, würden Sie geben: SINN. Ihr Unternehmen wäre eine Community von Menschen, die alle Sinn empfinden würden, an dem was sie tun. Nicht nur einfach Geld verdienen und zusehen, ob man anderswo mehr verdienen kann. Sie wären kreativ, inspiriert und leidenschaftlich. Sie würden "brennen" für  ihre Arbeit, denn es wäre gar keine Arbeit. Sie wären im Flow und könnten die Welt bewegen. Jeder auf seiner Position, jeder in seiner Rolle. Auch das kleinste Rädchen wüsste, dass es ein wertvoller Teil eines großen Ganzen ist. Gallup könnte dann seinen lausigen Engagement-Index in den DACH-Ländern endgültig einpacken, wo bereits jeder dritte Arbeitnehmer innerlich gekündigt hat.

Klar bedeutet das Arbeit und Mühe, solch eine Vision mit der dazugehörigen Unternehmenskultur zu entwickeln. Aber, wenn Sie das schaffen, dann freuen sich Ihre Beschäftigten in Zukunft darauf, morgens aufzustehen und Ihrer gemeinsamen Vision auf das nächste Level zu verhelfen. Dann sind Sie für die Zukunft aufgestellt, in einer Art und Weise, die Sie glaubwürdiger und erfolgreicher macht, als all Ihre Konkurrenten. 

Erschaffen Sie Ihr persönliches Wirtschaftswunder – im Nukleus aus Profit, Passion und Purpose! 

 

Workshop & Sprint

Wie das gehen soll? Machen Sie einen Anfang. Ihrem Unternehmen und Ihren Beschäftigten zuliebe. Erste Ansätze zum Kulturwandel im Unternehmen erarbeiten wir für Sie in unseren Workshops. Darin befähigen wir Ihr Team deutlich sinn- und werteorientierter zu denken und zu handeln. Wir vermitteln wertvolles Wissen über den positiven Umgang mit Stress und eine Erhöhung der eigenen Stressresilienz, also der körperlichen und geistigen Widerstandskraft in herausfordernden Situationen. Je nach Zielsetzung konzipieren wir ein passgenaues Framework für Ihre Herausforderung. Wir suchen nach der eigentlichen Problematik und entwickeln im gemeinsamen Sprint gemeinsam mit dem Team erste Lösungen und Konzepte für eine neue Arbeitswelt. Das Format eignet sich für Kunden, die vor einer konkreten Problemstellung stehen und in kurzer Zeit Ergebnisse erzielen möchten.

 

NEHMEN SIE JETZT KONTAKT AUF!

Dipl.-Kffr. Daniela Wiessner
Tel.: +49 172 5853027
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Letzte Änderung am Dienstag, 10 Dezember 2019 14:46

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